(ke)ein/wort

Es ist ein Wort mit einer Silbe. So typisch. Irgendwie ist es immer nur eine Silbe, maximal zwei. Wenn wir schreien/leiden/fürchten/fluchen. Naja, wir können auch ganz schnell “kruxifix” fluchen. Aber “Wolpertinger verdammter” hört sich nicht so griffig an wie “Arschloch”/”Idiot” an, so wie “Fuck” leichter von den Lippen geht als “verdammt”.

Ich setze ab sofort Meeres- und Fluß- vor dieses eine Wort mit einer Silbe. Ich brauche Wörter mit den drei Silben oder mehr um dieses (k)ein/wort zu entzaubern. Und Meeres-. und Fluß-. lassen sich auch einfach essen. Ein Happen und sie sind weg. Ja, manchmal geht es so einfach.

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pity/anger/fear

a dream tells so much.
tells what
my body knew
days
months
a year
ago.

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my article on sexism

Today in the news desk-meeting, I’m told to do “an article about sexism, you know not the one we currently read about in Hollywood or in Berlin, but the one here in this region, the daily one, you know the readers want to read what happens around the corner of the local main station, not in a dark hotelroom in Los Angeles”. While heading back to my writing desk, one of my colleagues helds me back, whispering that I forgot the birthday party of one of our area directors. At the party, I speak to one of our business clients. Somehow we end speaking about the client’s teenage daughter who likes “sexy short skirts like you”. I give him my contact details (for his daughter, so that she can get a skirt like I have one).

When the party is over, I finally have the chance to start with my article. In the next two hours, I check websites to find out who I could talk to. I write e-mails to ask for interview partners. I’m already curious who will answer my e-mails. I bet I can start writing tomorrow. My first big story.

I get my things packed and head to the elevator. One of the caretakers is already inside. We start talking and when we are on the ground floor, he asks if I have a boyfriend. I don’t have what I tell him before heading to the tram station. He’s about 50, I’m 20 but why not go dancing together one time?

The tram I get on some minutes later is quite crowded. I feel some hand on my leg, going up, it takes some minutes, before getting off the tram. While walking home, I’m thinking who else I could ask about daily sexism. I mean is it really such a big problem? I don’t think so.

#fiction with irony

#no irony: sexism is everywhere

#replace “short skirt” with “tight trouser”/ “boyfriend” with “girlfriend” and you see a male gaze on daily sexism

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Ich packe meinen Koffer

Ich packe meinen Koffer und packe ein/die Herausforderungen vom vergangenen Jahr, die ihre Existenz nicht mit dem 31. Dezember 2017, Punkt 24 Uhr, aufgegeben haben//die Herausforderungen, die neu täglich/manchmal minütlich auf uns einprasseln, immer von anderen Stimmen getragen///die Herausforderungen, deren Haut gerade irgendwo gesponnen wird////packe dazu einen Stapel mit Papier, damit ich darüber schreiben kann/////viele bunte Stifte um meine Angst/meine Unsicherheit mit Farbe zu verpacken/////dazu eine Sonnencreme, um mich vor dem Feuer zu schützen, das in mir brennt.

Ich packe meinen Koffer und schappe mir den stärksten Mann der Welt, damit er sich auf diesen überquellenden Koffer setzt, damit ich ihn schließen kann.

Der Koffer ist zu. Einige bunte Noten flattern um mich herum. Die dunklen Noten köcheln im Kofferinnern vor sich hin, vielleicht werden sie brennen, wenn ich den Koffer wieder öffne. Das ist mir so was von egal.

Jetzt ist Feierabend/Urlaub/”keine-Arbeits-Zeit”.

Gary Cooper 3.0 übergibt mir galant eine Sonnenbrille, natürlich in Grün, denn Grün ist die Hoffnung/schnappt sich ohne Mühe den Koffer und stellt ihn in irgendeine Ecke//gibt mir die Hand, ich schmiege mich an ihn///und wir laufen in den Sonnenuntergang. #Gemeinsam

#Kitsch/so what

#Nobodywillunderstandmywords/so what

#Eat Write Love
#And take Pictures
#A lot of Pictures

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Schoki-Herzen

Als sie einander acht Jahre kannten (und man darf sagen, sie kannten sich gut), kam ihre Liebe plötzlich abhanden. Sie überlegt, sucht Wege, überlegt zu gehen, zu bleiben, zu verschwinden, ohne Worte, mit vielen Worten, mit den richtigen/mit den falschen Worten, einfach in die Hände klatschen und weg ist sie. Die Wunsch-Fee, sie wünscht sie herbei, jetzt sofort. Auf ihrem Treacelemoon-Shampoo Vanille, das sie im Moment in Dauerschleife benutzen will, da ist sie doch schon; ihre persönliche Wunsch-Fee, die ihre Wünsche dieser Welt erfüllen kann. Und wo ist sie jetzt? Liegt die Fee bei ihrer eigenen Liebe im Bett, hat sie die Nase voll von den Problemen anderer? Sie will weg, wieder auf Wolken fliegen, mit anderen Männern – nicht mit ihm, aber dieser Kleber vom Anfang, der hält sie noch fest, umklammert sie. Und so sitzt sie ihm im Café gegenüber, wartet darauf, dass er etwas sagt, aber das ist das Jahr 2018 und nicht 1929. Kein Kellner stört ihre Ruhe, sie sind in einem dieser Vegan-Cafés einer weiten Großstadt, in denen man sein Essen selbst holt, sich an den Tisch sitzt, zusammen alleine, isst und starrt. Mal aufs Smartphone, dann auf die anderen Röcke/Blusen/Beine in der Nähe, auf andere Kinder (ja, die Anderen haben Kinder und die Beiden aber nicht, acht Jahre haben dafür nicht gereicht). Alle diese Gedanken und eigentlich noch viel mehr streunern in ihrem Kopf umher und sie will schreien, schreien, dass sie eigentlich wieder mal Bock auf ein richtig großes Schnitzel hat, das ihr ein heißer, großer Mann in süßer, kurzer Schürtze kocht in ihrer kuschligen Wohnung zu zweit. Der Schoko-Schoko-Kuchen (ja, der ohne Ei/Milch, dafür mit viel anderem) verklebt ihr den Mund, aber auch ohne Kleister im Mund würde nichts kommen. Acht Jahre, das sind wieviele Minuten/Sekunden/Stunden/oder was auch immer? Egal, eine lange Zeit, in der sie nichts gesagt hat zu seinen Marotten, früher süß und heute blöd. Und sie sitzt da und kaut und kaut und denkt und denkt und dann steht er einfach auf und sagt: “ich geh’ schon mal, habe noch was zu erledigen.” Und er sagt nicht was, geht einfach, lässt sie zurück mit einem Mund voller Schoko-Schoko und einem Herz voller Sehnsucht nach der einen Wunsch-Fee, die ihr diesen einen Wunsch erfüllt. Ihm ihre Worter zuflüstert. Dass es aus ist. Nach acht Jahren.

Inspiriert vom Gedicht “Sachliche Romanze” von Erich Kästner (1929) und vom Lied “Herz über Kopf” von Joris (2015)

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An diesem Tag

Es wurde Musik gespielt, als sie ankamen. Die Sonne schien; ein unglaubliches Naturphänomen an diesem Ort. Es hätte der Start einer spannenden Kreuzfahrt sein können, wäre da nur nicht diese schreckliche Stimme gewesen, die immer wieder schrie “Du dreckiger Jude, dort hin” oder “Stop du dreckige Juden-Hure”. Es gab auch keine bunten Schirmchen in kühlen Drinks. Eigentlich gab es nichts zu trinken, schon lange nicht mehr.

http://www.ardmediathek.de/tv/DoX-Der-Dokumentarfilm-im-BR/Sie-spielten-um-ihr-Leben/BR-Fernsehen/Video?bcastId=24831852&documentId=49448230

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königskinder

es trifft uns/und wir werden zu königskindern/das alter zählt nicht/der ort an dem wir wohnen/alles zählt/nicht/es trifft uns/und wir werden zu königskindern/es trifft uns/es hat uns getroffen/heute/irgendwann/vielleicht irgendwann/vielleicht nie.

#königskinder

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Weekly Photo Challenge: Glow

#Lisboa #Lissabon
#Portugal
#where are the statues of naked men?

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Daily Prompt: Expect

if I was naive,
I’d expect someting to change
I’d expect that (these) Twitter messages
change something

but I’m not.

#MeToo
#BraveNewWorld
#DailyPrompt:Expect

https://dailypost.wordpress.com/prompts/expect/

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#MeToo

The shock is not that it took ages to bring Weinstein’s criminal behaviour to court, that the “MeToo”-campaign crows day by day, that even the Swedish Foreign Minister experienced sexual harassment, that a German musician is celebrated even by young women for publishing a book in which he describes on how he cheated on his wife for 50 years (with every woman that he could take), that, if two candidates are quite equal, you can bet that the man will get the higher position

the shock is that we live in the world of the year 2017 and we manage to fly to the moon and back but guess what we can not manage?!

And that it needed some American ass* falling down because of his instincts to evoke a discussion on this around the World.

Posted in Non-Fiction